Der Bremecker Hammer ist eines der bedeutendsten Industriedenkmäler der Region. Das historische Hammerwerk macht die Anfänge der heimischen Metallverarbeitung erlebbar und erinnert an die lange industrielle Tradition des Märkischen Sauerlandes.
Vom 13. bis 16. Juli 2026 wurde das Museumsgelände in Lüdenscheid-Brüninghausen zum außerschulischen Lernort für die Klasse TMV51 der Fachschule für Technik.
Vier Tage lang arbeiteten die angehenden staatlich geprüften Techniker an sechs Projekten rund um das historische Bauwerk. In Absprache mit der Unteren Denkmalbehörde und unterstützt von den Werkstattlehrern Carsten Sonntag (Metalltechnik), Joachim Schaffert (Holztechnik) und Florian Henkel (KFZ-Technik) wurden zwei historische Schütze restauriert, die früher den Wasserzufluss und damit die Energieversorgung des Hammerwerks regelten. Die Mechanik wurde wieder gangbar gemacht, beschädigte Eichenbohlen ersetzt und Metallbauteile umfassend aufgearbeitet. Darüber hinaus setzte die Klasse eine historische Bügelsäge und eine Handspindelpresse instand, reparierte die Türen des Museumsgebäudes und befreite die Hoffläche von Bewuchs und Wurzeln.
Unterstützung kam von vielen Seiten: Mit Hilfe von Bodo Reinhardt vom Förderverein Schmiedemuseum Bremecke e.V., der die Maschinen und technischen Anlagen des Hammers seit vielen Jahren kennt, klärten die Studierenden konstruktive Details und Materialeigenschaften der Anlagen, die heute nicht mehr durch Unterlagen oder technische Zeichnungen dokumentiert sind. Die Restauratorin Lisa Hahn und die Dokumentarin Ursula Delhougne von den Museen der Stadt Lüdenscheid begleiteten die Arbeiten. Die Firma Meuser aus Lüdenscheid-Brügge beschichtete kostenlos eine Spindelpresse. Dank einer großzügigen Spende konnten die Eichenbohlen für das Schütz gekauft werden.
Die Projektergebnisse können sich sehen lassen. Noch wichtiger ist jedoch die Erfahrung, die die Studierenden mitnehmen: Es lohnt sich und macht Spaß, seine berufliche Expertise für eine gute Sache einzubringen und einen sichtbaren Beitrag für die Region zu leisten.
Alexander Radday



